Hi JazzDude,
danke für die Veröffentlichung der Verkaufsanzeige
Mir war gar nicht bewusst, dass Chris Thile zu den besten Mandolinenspielern überhaupt zählt. Ich habe mir inzwischen einige Aufnahmen von ihm angehört – es ist einfach genial, wie virtuos und zugleich musikalisch fein er spielt.
Vor etwa 10 Jahren bin ich nach Heidelberg in die Peterskirche gefahren, um mir Bachs 2. Partita in d-Moll anzuhören.
Es war ein schöner Sommerabend, und vor der Abendkasse hatte sich eine ziemlich lange Schlange gebildet. Als ich schließlich an der Reihe war, ließ ich – warum auch immer (na gut, ich weiß es: aus angeborener Gutmütigkeit) – ein älteres Ehepaar vor. Dieses Paar kaufte dann tatsächlich die letzten beiden Karten. Kurz darauf wurde die Kasse geschlossen, und Rest der Schlange schaute etwas verdutzt. Aber nur ich erlebte in diesem Moment den „Fluch der guten Tat“.
Diese alte Geschichte habe bis heute NICHT vergessen
In Bachs Chaconne geschieht so unglaublich viel undd schnell nacheinander, dass ich mich jedes Mal frage, wie Solisten dieses großartige Werk Note für Note im Kopf behalten und es über etwa fünfzehn Minuten hinweg auswendig spielen können. Würde mich echt interessieren, wie Chris Thile das auf der Mandoline gemeistert hat.
Die Chaconne beeindruckt mich zwar sehr, aber wirklich rührselig werde ich meist erst, wenn auch Lyrics hinzukommen. Deshalb berühren mich viele von Bachs Kantaten /oder z.Bsp.„O Haupt voll Blut und Wunden“ aus der Matthäuspassion (am liebsten in einer etwas ruhigeren, getragenen Chor-Interpretation).
Übrigens: das Lied kommt bestimmt in 2 Wochen am Karfreitag in der Kirche – aber ich singe nur die erste Zeile mit -dann ist , wie immer Schluss = Tempoeinsatz
Fi De Li O